Nicht nur an den Arbeitstagen, sondern auch am Wochenende bin ich meist der erste, der sich aus den Federn macht. Ich gebe zu, Silvana und auch Ariana sind manchmal auch schon wach oder spiel gar alleine oder zu zweit. Aber beinahe immer ziemlich ruhig und ohne Streitereien. Das machen sie wirklich sehr gut. Shauna aber ist in aller Regel die letzte von uns allen, die sich dem neuen Tag entgegenbeugt. Sie ist ja auch jene, die erst zu später Stunde den Schlaf findet. Wie so oft finde ich mich am Sonntagmorgen in der Küche und bereite mit Leidenschaft das Frühstück zu. Ich schneide die Brotwaren auf und platziere sie schön auf einem Teller, koche die Eier und mache warme Schokoladenmilch für die drei Ladies. Für diese gemütliche Arbeit lege ich meine Sonntagmorgen-Musik Blues and Jazz auf. Ich summe und lasse das Geschirr und Besteck im Rhythmus auf den Tisch schweben. Ich fühle mich richtig gut. Manchmal hilft mir auch Silvana oder Ariana oder gar beide. Auch sie grooven mit und wir geniessen gemeinsam einen tollen Start in den Sonntag. Irgendwann ruft eines der Mädchen nach oben, dass das Frühstück zubereitet sei. Das erste Knarren der Holztreppe ist zu hören. Mit einem verschlafenen Lächeln schleicht Shauna herunter. Dem gähnenden „Guten Morgen allerseits“ schiebt sie „Wieder diese Opa-Musik…!?“ nach. Bums! Das war eine verbale Hacke mitten in die Fresse. Ich habe gute Laune und bereite dabei – manchmal zusammen mit den Mädchen – das Frühstück für die ganze Familie zu. Der Dank ist eine erniedrigende Bemerkung. Nun schleppe ich mich durch den Tag, freue mich dabei aber sehr auf die Zeit mit meinen Kindern…